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Liebe Homepage - Fans,
wir wünschen Euch ein Gutes, Gesundes und Glückliches Jahr 2008.
 Dass sich all Eure Wünsche, Hoffnungen und Sehnsüchte erfüllen.
Dass Ihr alle Eure Guten Vorsätze in die Realität umsetzen könnt.
Dass Ihr alle glücklich und zufrieden seid, oder werdet.
Dass Ihr nur auf der Sonnenseite im Leben stehen werdet.
Alles dass wünschen Euch von ganzem Herzen
Eure Patricia und Euer Reinhard
Hier noch eine kleine Geschichte, über die man Nachdenken kann.
Diese Geschichte spielt im alten Persien. Es war an der Zeit, das Neujahrsfest vorzubereiten. Der König wies seine Leute an: "Ich möchte, dass es ein wirklich königliches Fest wird. Die Gästeliste soll überquellen von illustren Persönlichkeiten. Die Tische sollen sich biegen unter Delikatessen, und der Wein soll nur aus erlesenen Trauben und besten Jahrgängen bestehen." Die Mitarbeiter schwärmten aus und brachten aus allen Landesteilen nur das Köstlichste. Aber der König war nicht zufriedenzustellen. "Im letzten Jahr habe ich ein durch nichts zu überbietendes Fest gegeben. Aber die ganze Stadt sprach nur von dem Fest bei Ramun, dem Maler. Da wurde getrunken und gelacht die ganze Nacht bis zum Nachmittag des nächsten Tages. Im Jahr davor war es dasselbe. Ebenso im Jahr davor und davor. Einmal muss es mir doch gelingen, diesen Wurm zu übertrumpfen, denn ich, ich bin der König." Einer der Mitarbeiter, ein kluger Mann, verneigte sich tief und fragte: "Mein König, habt Ihr je mit dem Maler gesprochen? Es muss doch einen Grund geben, warum die Leute sein Fest so lieben, obwohl sie in schäbiger Hütte ihre mitgebrachten Happen essen und den billigsten Wein trinken müssen." Der König nickte stumm und sagte: "Gut, schafft mir diesen Ramun heran." Und so geschah es. "Warum lieben die Menschen so dein Neujahrsfest?" fragte der König. Worauf der Maler: "Wir sind Freunde und brauchen einander - aber mehr brauchen wir nicht. Deshalb sind wir reich
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Liebe Freunde,
heute ist der 4. Januar 2008.
Wir leben seit 100 Tagen in dem Land, in dem der grosse Apachen - Häuptling Geronimo und sein Stamm lebte.
In dem Land in dem das Gila-Monster, die Klapperschlange, die Tarantel, die Skorpione, der Texas Horned Lizard die Black Widdow und viele andere Tierarten die wir in Europa nur vom Namen her kennen, leben.
Nach 100 Tagen USA ist es an der Zeit, ein erstes Resümee zu ziehen.
Zuerst einmal möchte ich an dieser Stelle dem Menschen danken, ohne den dieses ganze Vorhaben nicht, oder nur mit grossen Schwierigkeiten gestartet hätte werden können.
Dieser Mann ist mein Schwiegervater. Er war es, der sich für mich verbürgt hat.
Patricia hat zwar die Petition und ich die Emigration gestellt, doch wurde, da Patricia noch nie in den Staaten gelebt hat ein sogenannter „Sponsor“ für mich gebraucht. Dieser verpflichtet sich dem Amerikanischen Staat gegenüber, für mich zu sorgen, falls ich selber dazu nicht in der Lage bin. Dieses gilt nicht nur das erste Jahr, sondern für immer. Ich möchte hier nur mal die Tragweite seiner Unterschrift zum Ausdruck bringen.
Danach möchte ich mich an dieser Stelle auch bei meiner Schwägerin Cynthia und ihrem Mann Steve ganz herzlich für die warmherzige Aufnahme in ihrem Haus und die sich daran anschliessende Unterkunft mit 1A Verpflegung bedanken, die wir erfahren haben als wir am 26 September 2007 in die USA einreisten. Wir genossen diese Beherbergung fast zwei Wochen und mussten uns nicht wie viele andere Auswanderer, erst mal nach einem Quartier - was natürlich mit Kosten verbunden ist umschauen, sondern konnten uns ganz relaxt in unserer neuen Heimat, um eine geeignete Wohnung kümmern.
Ob es darum ging ein Auto zu kaufen und zu versichern, ein Apartment anzumieten, Telefon, Internet, oder Kabelfernsehen zu ordern, irgendwelche Formulare aus dem Internet oder sonst wo her zu bekommen, Bewerbungen (die ganz anders als in Deutschland sind) zu schreiben, Einstellungsgespräche in Rollenspielen zu üben und all die anderen Dinge die es zu tun galt. Mein Schwiegervater wurde nicht müde, uns bei allen Erledigungen oder Entscheidungen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
Auch Cynthia ließ ihre eigene Arbeit liegen wenn es darum ging Formulare, Zeugnisse, was auch immer, vom deutschen ins englische zu übersetzen. Sie lebt hier schon seit 17 Jahren und beherrscht die englische Sprache perfekt in Wort und Schrift. Diesen Menschen sagen Patricia und ich noch einmal
Ganz herzlichen Dank. Was Ihr für uns getan habt, werden wir nicht vergessen.
Natürlich haben wir zwei uns nicht in die Sonne gelegt, sondern haben vom zweiten Tag an Vollgas gegeben. (der erste Tag war zum ausruhen gedacht.) Wie Ihr ja schon in den vergangenen Berichten nachlesen konntet, haben wir so ziemlich alles was wir uns vorgenommen haben, auf die Reihe bekommen.
Dass Patricia dann so krank wurde, damit hat hier natürlich niemand gerechnet, aber auch das hat uns nicht aus der Bahn geworfen und wer weiß, für was es gut ist.
Ich habe mich in meiner neuen Firma sehr gut eingelebt und die Arbeit macht mir grossen Spass. Meine Kollegen sind alle sehr nett und Hilfsbereit. Diese Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit habe ich bisher noch nirgendwo erlebt.
Wenn es z.B. mal ein Verständigungsproblem gibt und ich sage: „Moment bitte, ich schau mal in meinem Wörterbuch nach“, dann bekomme ich die Antwort, „das ist nicht notwendig“ und man erklärt es mir solange, bis ich weiss um was es geht. Ich kann hier viele Beispiele aufzeigen bei denen Freundlichkeit ganz groß geschrieben wird. Hier geht alles etwas gemütlicher zu als in Deutschland. Das heisst aber nicht, dass hier den ganzen Tag nichts gemacht wird. Nein gearbeitet wird hier genauso wie in Deutschland, aber morgens gibt es erstmal Kaffee und es ist nichts aussergewöhnliches, das der Chef mal einen ganzen Karton Donats mitbringt. Dann schmeckt der Kaffee noch besser. Dann heisst es aber wieder ran an die Arbeit.
Ihr werdet Euch sicherlich fragen wie es mit dem Heimweh aussieht. Natürlich gibt es das auch. Ich vermisse z.B. meine Kinder, meine Familie, Freunde, und Arbeitskollegen. Manchmal mehr, manchmal weniger. Aber dass ist zum Glück nicht jeden Tag der Fall. Wenn es nicht so wäre, wäre ja auch irgendwas nicht OK. Oder???
Wir sind doch alle nur Menschen. Eigentlich kommt es uns beiden gar nicht so vor, dass wir auf einem anderen Kontinent leben sondern eher so, als wären wir in eine andere Stadt gezogen. Alles läuft so wunderbar glatt.
Aber…..ich möchte warnen!!! Wer glaubt, Auswandern ist ein Spaziergang, der hat sich ganz gewaltig getäuscht. Wer so einen Riesen Schritt unternimmt, der muss sich ganz schön warm anziehen. Eines sei von vorn herein gesagt. Der, der es in Deutschland nicht geschafft hat, wird es im Ausland mit 100%tiger Sicherheit auch nicht schaffen. Hier heisst es als erstes: die Sprache lernen. Als zweites, die Sprache lernen und als drittes, die Sprache lernen.
Ich bin froh, das ich mich, was das angeht schon in Deutschland so gut vorbereitet habe, dass ich meine Einstellungsinterviews selber führen konnte und mich an meinem Arbeitsplatz, auf dem Amt, beim einkaufen oder bei all den anderen alltäglichen Dingen, so gut verständigen kann, das der Dictionary (engl. Wörterbuch) im Auto liegen bleibt. Trotzdem, weil ich hier beruflich noch etwas erreichen möchte, werde ich ab dem 14.01.2008 das College in Chandler besuchen, um lesen und schreiben und besser sprechen und verstehen zu lernen.
Dann ist es sehr wichtig genügend Ersparnisse zu haben, um die erste Zeit bis man eine Arbeit hat, oder unvorhersehbare Ereignisse wie sie bei Patricia eingetreten sind, überbrücken zu können. Also nicht blauäugig losgehen und denken, dass wird schon irgendwie. Es wird mit Sicherheit in die Hose gehen. Wir hatten hier die besten Voraussetzungen die man braucht um diesen Schritt zu wagen.
Wir haben es uns in unserer neuen Heimat sehr gemütlich gemacht und haben diesen Schritt bis heute nicht bereut. Es war die richtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt. Wenn man uns heute getrennt von einander fragen würde, ob wir es wieder machen würden, ich bin mir sicher jeder würde sagen:
„Ja, Ja und noch mal Ja.“
Und wenn man uns fragen würde, ob wir der Meinung sind das wir es geschafft hätten, könnten wir aus heutiger Sicht sagen:
„Ja, wir haben es geschafft.“
Bei uns ist der Alltag eingekehrt und es läuft rund. Aber wie gesagt.
Gute Vorbereitung ist die halbe Miete.
Und diese Hausaufgaben haben wir in Deutschland sehr gut erledigt.
Wir wünschen allen, die vorhaben auszuwandern alles Gute und das es bei Euch genauso gut läuft wie bei uns.
Eure Patricia und Reinhard
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Heute am 16. Februar 2008 möchte ich wieder einmal niederschreiben, was sich bei uns in unserer Wahlheimat Chandler alles neues getan hat. Zuerst das aller Wichtigste.
Patricia hat ihren praktischen und theoretischen Test für ihre Lizenz mit Bravour hinter sich gebracht.
Jeder, der Patricia kennt wird sagen, das hat sie doch mit links gemacht. Schließlich hatte sie 10 Jahre einen Friseursalon und ist ein Profi in ihrem Handwerk. Das ist alles richtig, aber es gibt da einen gewaltigen Unterschied.
Wir leben hier in USA und die Sprache ist nun mal englisch.
Für Patricia hieß dass, alle Fachausdrücke, alles was mit ihrem Handwerk zu tun hat, alle Vorschriften und Gesetze neu lernen. Da reicht es nicht aus dass man englisch spricht, sondern das war ein komplettes Studium ihres Handwerkes. Um diesen Stoff zu erlernen, haben die Lehrlinge hier in Arizona zwei Jahre Zeit. Patricia hat das in einer Rekordzeit von noch nicht einmal zwei Monaten geschafft.
Ihr Lehrbuch hatte einen Umfang von 857 Seiten. Sie hat dieses Buch studiert. Ich bin mir sicher, sie kann es fast auswendig. Ich weiß, dass sie es dreimal durch gearbeitet hat. Sie hat nichts, aber auch gar nichts dem Zufall überlassen.
ALLE ACHTUNG MEIN SCHATZ!!!
Da sie “Gott sei Dank” seit drei Wochen völlig schmerzfrei ist, steht dem Eintritt ins amerikanische Berufsleben wohl nun nichts mehr im Wege.
Auch bei mir wird es in der nächsten Zeit eine berufliche Veränderung geben. Darüber möchte ich aber erst berichten, wenn es “amtlich” ist.
Vor 3 Wochen wurden Patricia und ich jedenfalls von meinem Chef und seiner Frau zum Lunch (Mittagessen) eingeladen. Das ist hier in USA die Gelegenheit, bei der man geschäftliche Dinge bespricht. Alleine diese Einladung war schon eine große Anerkennung, die nicht jedem Angestellten zuteil wird. Aber es sollte noch besser kommen. Am letzten Wochenende waren Patricia und ich bei David und Marybeth privat in ihrem wunderschönen Haus zum Dinner eingeladen. Man muss wissen, dass es hier ein wenig anders als in Deutschland ist. In Deutschland sagt man schon mal “dann komm doch einfach mal bei mir zu Hause vorbei”. Hier in USA trifft man sich eher beim Lunch. Das eigene Haus bleibt Privatsphäre. Da werden nur enge Freunde eingeladen. Somit können wir diese Einladung als hohe Auszeichnung betrachten.
Wir fühlen uns im Moment ringsum wohl, wie der Fisch im Wasser. Ich bin seit dieser Woche krankenversichert. Ich selber bezahle $130 (etwa 100 €) im Monat und mein Chef den gleichen Anteil. Bei uns läuft es rund. Der Winter ist vorbei und die Temperaturen werden wieder angenehmer. Auch wir hatten nachts Temperaturen die sich um den Gefrierpunkt aufhielten. An einem Morgen waren sogar die Scheiben zugefroren, aber tagsüber waren es dann immer wieder schöne 15 - 20° C.
Wie Ihr sicherlich gesehen habt, habe ich neue Fotos für Euch bereit gestellt. Da es sehr langweilig werden würde immer nur Patricia und mich auf den Fotos zu sehen, habe ich diesmal die amerikanischen LKWs fotografiert. Wenn diese schweren Brummer hier über den Highway oder Freeway donnern, dreht sich kein Mensch um. Es ist ein ganz normales Straßenbild. Für uns Europäer ist es ein besonderes Bild, die Chromglitzernden Kolosse zu sehen. Nicht nur die LKW sondern alles was mit dem Straßenverkehr zu tun hat unterscheidet sich grundlegend von dem was wir in Deutschland gewohnt waren. Die Pkws sind alle PS mäßig sehr hochgerüstet. Sie haben in der Regel alle 6 Zylinder. Der Hintergrund ist der, die Autos hier sind nicht zum schnellfahren sonder zum Lasten ziehen gebaut. So sind die Wohn oder Pferdeanhänger eine Nummer größer als in Deutschland. Die Federung ist eine andere um die großen Entfernungen sehr bequem hinter sich zu bringen. Das diese Fahrzeuge etwas mehr Treibstoff verbrauchen ist auch nicht allzu schlimm, da sich der Benzinpreis hier in Grenzen hält. Im Moment liegen wir umgerechnet bei 52 € Cent pro Liter.
Auch im Straßenverkehr ist alles anders als in Deutschland. Hier darf man an jeder roten Ampel rechts abbiegen. In Deutschland kennt man das vom grünen Pfeil. An einer Kreuzung ohne Ampel, fährt der als erstes wieder los, der als erster gekommen ist. So einfach und simpel ist es hier. Und Ihr werdet es nicht glauben, es klappt hervorragend. Da ich schon einmal über die sehr große Disziplin der Amerikaner gesprochen habe, würde sich niemand vordrängeln. Natürlich gibt es hier auch Verkehrsrowdies, aber die gibt es in anderen Ländern auch. Die lässt man dann eben fahren und belächelt sie, wenn sie an der nächsten Ecke einen Crash haben.
Was man hier vermissen wird, ist der wahnsinnige Schilderwald den wir aus Deutschland kennen. Hier wird auf dem Highway, der durch oder um die Stadt geht, 65 Meilen (104 Km/h und auf dem Freeway 75 Meilen (120 Km/h) gefahren. Es wird sowohl links als auch rechts überholt. Diese Geschwindigkeit wird von allen Fahrzeugen (auch von Trucks) gefahren. Für deutsche Brummifahrer unglaublich, aber ich habe noch nichts über einen LKW Unfall gehört. Diese Fahrzeuge sind halt anders gebaut als in Europa.
Alkohol am Steuer ist grundsätzlich verboten. Es gibt zwar keine Verkehrskontrollen, aber wenn man ein Vergehen begangen hat, sind die Strafen sehr hoch und werden in der Regel mit Gefängnis bestraft. Da es auch hier während der rush hour zu Verkehrsstau kommt, hat man eine extra Spur für die eingerichtet, die mit mehr als einer Person im Auto sitzen. Sie sollen belohnt werden, weil sie die Umwelt durch eine Fahrgemeinschaft weniger belasten. Wenn jetzt z. B. jemand der allein im Fahrzeug sitzt diese Spur benutzt, - weil es da möglicherweise schneller geht - und dann von der Polizei gesehen wird, ist er an Ort und Stelle $ 250 los. Bezahlt er nicht, kann er zu Fuß weiter gehen.
Ich kenne einen Fall, bei dem derjenige einen Unfall hatte und seinen Schaden nicht bezahlt hat. Ihm wurde sofort der Führerschein entzogen und er bekommt ihn erst wieder (vielleicht) wenn der Schaden bis auf den letzten Cent bezahlt ist. Hier in Arizona ohne Führerschein ist wie ohne Wasser in der Wüste. Die Entfernungen zum nächsten Supermarkt oder Bäcker sind ein wenig anders als in Deutschland. Es gibt zwar Busse, aber die fahren nun mal nicht bis vor den Supermarkt. Und mit dem Fahrrad bei 40°C im Schatten zu fahren, ist nicht gerade das angenehmste.
USA ist ein freies Land in dem Du selber Deine Entscheidungen triffst. Aber auch nur Du allein hast für Deine Entscheidung gerade zu stehen. Wenn du dich dafür entscheidest keine Versicherung für dein Auto abzuschließen, hast du für mögliche Folgen selber aufzukommen... und wie wir wissen, sind diese Folgen hammermäßig.
Wie gesagt, jeder entscheidet für sich selber und trägt die Konsequenzen. Wir haben uns entschieden hier zu Leben und tragen sehr gern die Konsequenzen.
Schon bald wird es wieder Neuigkeiten geben. Bis dahin bleibt gesund und seid gegrüßt von
Eurer Patricia und Eurem Reinhard aus Arizona
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Heute ist der 24. Februar 2008 und wir haben an diesem Wochenende etwas sehr schönes erlebt, dass wir Euch natürlich nicht vorenthalten möchten.
Wir waren in den Kartchner Caverns.
Eine der schönsten noch lebenden Tropfsteinhöhle der Welt. Sie liegt ca. 1 ½ Auto Stunden von Tucson entfernt wo wir wieder einmal ein superschönes Familientreffen bei meinen Schwiegereltern hatten.
1974 wurde dieses Wunder der Natur von den beiden jungen Höhlenforschern Gary Tenen und Randy Tufts entdeckt. Sie entdeckten ein Loch im Boden, aus dem warme und feuchte Luft heraus kam. Die zwei krochen ca. 61 mtr. durch schmale Gänge, bis sie aufrecht stehen konnten.
Die beiden Höhlenforscher waren sehr begeistert über ihre Entdeckung, jedoch behielten sie sie 14 Jahre lang für sich um diese wunderbare und einmalige Schönheit zu erhalten. Sie vertrauten sich dem damaligen Gouverneur Bruce Babbitt an und konnten ihn an das von Klapperschlangen umgebene Loch locken.
Nach einigen geheimen Treffen und gesetzgeberischen Maßnahmen, kaufte die staatliche Naturschutzbehörde das gesamte Land mit dem Höhlensystem von der Familie Kartchner nach deren Namen die Höhle benannt wurde.
Die Naturschutzbehörde musste sich nun etwas einfallen lassen, die Höhle für den Publikumsverkehr zu öffnen, ohne die atemberaubend schönen Kalksteinformationen für immer zu zerstören.
Wie ich im Internet nachlesen konnte, zählten die Kartchner Caverns zu den 10 schönsten der Welt. Nicht zuletzt wegen ihrer Formationen.
Es ist die einzige derartige Höhle in Amerika, die für das Publikum geöffnet ist.
Um diese Tropfsteinhöhle zu schützen, wurden Tunnel mit gekühlten Luftschleusen als Eingangstüren geschaffen.Luftbefeuchtungssysteme sorgen für eine gleichbleibende Luftfeuchtigkeit von 99% und eine Temperatur von 20° Celsius Das komplette Wegesystem in der Höhle wurde von Hand angelegt, ohne Baumaschinen zu benutzen. Zement wurde in Eimern durch die Luftschleusen unter die Erde gebracht. Nur wenn man das gewaltige Ausmaß der Höhle gesehen hat, kann man sich vorstellen unter welch unmenschlichen Anstrengungen alle Ehrenamtlichen Helfer gearbeitet haben müssen, um diese einmalige und nicht zu beschreibende Schönheit für die Bevölkerung zugänglich zu machen.
Wenn man eine USA Reise plant, sollte man sich einen Tag für dieses Wunder der Natur Zeit nehmen.
Ich habe so etwas schönes vorher noch nicht gesehen.
Da man in der Höhle nicht fotografieren durfte und ich keinen Ärger wegen Urheberrechtsverletzungen mit den amerikanischen Behörden haben möchte, ist hier ein Link für eine Seite mit, wie ich meine, besonders schönen Bilder dieser Höhle.
http://www.niler.com/kc1.html
Nach der Führung durch die Höhle, gab es erstmal zu meiner großen Freude, etwas zum Essen, bevor wir den Berg zu Fuß umrundeten.
Diese Bilder die wiederum die einmalige Schönheit dieser herrlichen Landschaft zeigen, möchten wir Euch natürlich nicht vorenthalten und haben sie deswegen in unser Fotoalbum aufgenommen.
Den Abend ließen wir dann beim Mexikaner mit einem guten Essen und natürlich der noch besseren Margerita ausklingen.
Es grüßen Euch, Eure Auswanderer Patricia und Reinhard.
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...”die-Schikos” waren wieder unterwegs um sich einen schönen Sonntag,- und für Euch ein paar superschöne Fotos zu machen
Wir waren vorgestern am 16. März bei uns in Chandler im Wilden Westen.
Wir sind zwar schon sehr oft vorbei gefahren, doch hatten wir nicht die leiseste Ahnung, dass es so etwas bei uns vor der Haustüre gibt.
Es war ein wunderschöner Nachmittag, den wir wieder mit unseren Kameras eingefangen haben. Über diesen Sonntag gibt es nicht viel zu berichten. Die Bilder sprechen Bände.
Wir wünschen Euch sehr viel vergnügen beim Anschauen der Fotos und ich bin mir sicher, dass bei dem einen oder anderen wieder das Kind im Manne erwacht.
Dann haben wir noch eine super Neuigkeit für Euch, die ich aber noch nicht verraten möchte. Ich weiss, das ist gemein, aber ich sage nur soviel....
Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus.
Also bleibt gesund und seid weiterhin gespannt auf die Neuigkeiten, die da noch kommen werden. Aus dem wunderschönen warmen Chandler grüssen Euch ganz herzlich
Eure Schikos
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Liebe Freunde,
wieder waren wir unterwegs um uns einen schönen Tag zu machen.
Diesmal war es Ostersonntag der 23. März. Hier in unserer neuen Heimat gibt es zwar den Karfreitag aber es ist nicht wie in Deutschland ein Feiertag. Auch am Ostermontag wird hier wie jeden Tag gearbeitet.
Als ich meinen Arbeitskollegen erzählt habe, dass wir in Deutschland Ostermontag frei haben, schauten sie mich an als würde ich vom Mond kommen.
Wir waren jedenfalls an einem wunderschön gelegenem See. Auf dem Weg dort hin, haben wir in einer alten verlassenen Geisterstadt halt gemacht. Es war eine Goldmine, die- nach dem nichts mehr zu verdienen war, einfach verlassen wurde.
Die Geräte und Maschinen die auf den Bildern zu sehen sind, wurden ebenfalls einfach zurück gelassen. Heute ist die Stadt ein beliebter Ausflugsort.
Nachdem ich in dieser Stadt fast zu Tode gekommen wäre, sind wir dann weiter zum Canyon-Lake gefahren.
Denkt beim Anschauen der Bilder bitte daran, dass wir mitten in der Wüste leben.
Genießt die Fotos und bleibt oder werdet gesund.
Das wünschen Euch von ganzem Herzen Eure Patricia und Reinhard.
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Liebe Freunde
wieder gibt es Neuigkeiten, die wir Euch berichten möchten.
Ich erinnere mich noch sehr gut, als wir in Deutschland begannen unseren Plan auszuwandern in die Tat umzusetzen. Wir hatten alles sehr gut überlegt und noch besser vorbereitet. Wir waren von unserem Vorhaben überzeugt und zogen es ohne blauäugig zu sein durch. Doch gab es auch einiges was wir nicht in der Hand hatten und genau diese Situation trat dann auch ein.
PATRICIA WURDE KRANK!!!
Hier wurde uns unsere gute Vorbereitung belohnt, sodass wir diese Situation auch ohne grossen Schaden überstanden. Wir wussten und es war uns klar, dass wir hier in unserer neuen Heimat nichts, aber auch gar nichts geschenkt bekommen und wir alle Ziele die wir uns in Deutschland gesteckt hatten, hart erarbeiten müssen. Ich war in Deutschland schon im Lager und Logistikbereich tätig und so war es ganz klar, dass ich mich hier bei meiner Jobsuche wieder in diese Richtung bewegen werde. Ich hatte zwei Firmen bei denen ich anfangen konnte zur Auswahl und musste mich für eine entscheiden. Wenn ich logisch gedacht hätte, wäre meine Entscheidung auf die Firma gefallen, die die bessere Bezahlung, bessere Benefiz (Versicherung, Urlaub, usw.) kürzerer Arbeitsweg und vieles mehr, bot. Ich aber entschied aus dem Bauch heraus für die andere Firma bei der ich jetzt beschäftigt bin. Als mein Chef mich in den verschiedenen Abteilungen als den neuen Mitarbeiter, der den Warehouse Manager unterstützen soll vorstellte, wurde ich zum Teil mit Applaus begrüsst. So etwas hatte ich bis dahin noch nie erlebt und war auch ziemlich verwundert darüber. Als mein Chef mir dann den Lagerbereich zeigte, wurde es mir schlagartig klar warum man mich hier so nett empfing. Ich sage nur ein Wort...CHAOS Wir kletterten über Kisten, Kantons und Paletten die im Weg standen, bis in die letzte Ecke des Lagers. Danach wurde mir auch der Aussenbereich wo die Waren angeliefert wurden gezeigt. Hier stand ein 40 Fuss Container in dem sich weitere unbearbeitete Waren befanden. Für mich unvorstellbar, wie man hier wirtschaftlich und effektiv arbeiten konnte. In mir begann mein Organisationsherz wie verrückt zu schlagen. Ich wusste; Reinhard, hier bist du genau richtig.
Die erste Woche verbrachte ich damit Abläufe zu beobachten und zu erkennen wo Veränderungen nötig waren.
Ich stellte sehr schnell fest, wie hier gearbeitet wurde. Es ging nach dem Motto: “lass dass mal liegen. Das können wir doch auch morgen oder nächste Woche machen. ...was suchst Du??? die Lieferung von der Firma XY??? ja, äh, warte mal. Ach ja. Die liegt irgendwo unter dem grossen Haufen da hinten in der Ecke. Ich hatte noch keine Zeit (oder Lust) es zu machen, aber ich werde es bestimmt bis zum Jahresende noch schaffen. usw. usw.
Mein ehemaliger Chef in Deutschland wird beim lesen dieser Zeilen anfangen zu schmunzeln, denn er weiß dass diese Situation wie geschaffen für mich ist. Mein Motor sprang an und ich startete durch und lief zu Hochform auf. Wer mich kennt weiß was das heisst. Ich habe nur ein einziges Ziel vor Augen und dass ist ORGANISATION. Wer sich mir beim erreichen meines Zieles in den Weg stellt, wird gnadenlos umgehauen.
Ich fing an das Chaos zu ordnen indem ich Regale, die irgendwo in der Ecke standen aufbaute. Lagerorte benannte, Schnelläufer in greifbarer Nähe und langsam Dreher etwas weiter weg postierte. Ich war nicht mehr zu bremsen und nach 14 Tagen machte “mein Manager” das, was ich ihm sagte. Eine Woche später konnten wir den 40 Fuss Container, der jeden Monat Miete kostete, abholen lassen. Die Ware war da, wo sie hingehört. Im Lager. Schön ordentlich im Regal. Die Wareneingänge wurden aufgearbeitet bis wir auf dem Laufenden waren und der gesamte Lagerbereich nahm Form und Gestalt an. Ich machte aus dem Chaos ein Lager. Mein Lager. In ihm war es nun möglich effektive Lagerwirtschaft zu betreiben. Der Fussboden machte das erste mal Bekanntschaft mit einem Besen und für die Spinnen brach eine grausame Zeit an. Sie mussten ihre Netze nun woanders bauen. Ein LKW Fahrer, der längere Zeit nicht mehr bei uns war, sagte mir er wollte schon weiter fahren, da er glaubte in der falschen Firma zu sein nachdem er den Hofbereich gesehen hatte. Hier wurde natürlich auch nach deutscher Manier und Gründlichkeit aufgeräumt.
Ja liebe Freunde. Was soll ich sagen. Meine Entscheidung in DIESER Firma anzufangen erwies’ sich im nachhinein als richtig und ich wurde nach nur 139 Tagen Betriebszugehörigkeit am Donnerstag den 3. April von meinem Chef in den Stand des Warehous Managers (was in Deutschland mit der Position des Lagerleiters gleich zu setzen ist) erhoben. Dieses wiederum bedeutet besseres Ansehen und höheres Gehalt.
Der Manager Titel wurde natürlich gleich mit einem guten Essen beim Mexikaner zelebriert.
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Auch bei Patricia läuft alles wie am Schnürchen. Sie konnte natürlich Krankheitsbedingt erst ein wenig später als ich starten, was sie aber nicht daran hinderte bei einer Schulung zu der sie von Ihrer Firma geschickt wurde, als Klassenbeste mit 97 von 100% abzuschliessen. Auch hier kann ich mir heute schon ausrechnen wo der Weg hingeht. Nämlich steil nach oben. Es zeigt sich, dass man in dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten mit Fleiss, Ehrgeiz und dem Willen etwas erreichen zu wollen sehr weit kommen kann.
Eure Patricia und Reinhard
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Nun sind wir schon mehr als 7 Monate in den Staaten und es geht uns immer noch super gut. Ihr habt heute den 1. Mai und Vatertag zusammen gefeiert. OK, ich gebe zu. Wir haben weder den 1. Mai noch Christi Himmelfahrt als Feiertag, aber ich durfte auch etwas sehr schönes erleben von dem ich Euch berichten möchte.
Am Montag kam mein Chef David zu mir und fragte mich, ob ich Lust hätte am Mittwoch mit zum Baseball Spiel der Arizona Diamondbacks zu kommen. Er lädt mich dazu ein. Ich war natürlich vollkommen überrascht, denn so etwas bekommt man ja auch nicht alle Tage geschenkt. Na klar habe ich diese Einladung dankend angenommen. David sagte OK, wir fahren hier in der Firma um 12:00 Uhr mittags weg. Das Spiel beginnt um 12:40 Uhr. Ich sagte, hey das ist ja während der Arbeitszeit. David sagte, das ist schon OK. Also der Tag war da und pünktlich um 12:00 Uhr fuhren wir ab. Natürlich hatte ich die Stadien, die es hier bei uns gibt, von aussen schon gesehen und war sehr gespannt wie diese Riesen Bauten wohl von innen aussahen. An der Eingangstür bekam ich den ersten Schock. David gab mir das Ticket und als ich es genauer betrachtete, viel mein Blick auf den Preis. Aber schaut es Euch selber an.

David bemerkte wohl dass ich etwas durcheinander war, lachte und sagte: “enjoy the game.” Ich dachte nur, ich muß meinem Chef ganz schön viel Wert sein Wir gingen weiter und kamen in das innere des Riesengebäudes. Ich war von der Kulisse und der Stimmung, die durch einen Live Musiker angeheizt wurde, beeindruckt. Wir kamen an unseren Plätzen an und ich wurde wieder überrascht. Wir hatten die besten Plätze von Stadion. Unser Sitzplatz war keine 15 mtr. von der Base entfernt und wir konnten das Spiel aus nächster Nähe betrachten. Die Stimmung war gewaltig und erinnerte mich an das “Sommer Märchen” bei der Fussball WM in Deutschland. Nur wer einmal die Begeisterungsfähigkeit und den National Stolz der Amerikaner erlebt hat, weiß wovon ich rede. Wenn dann auch noch die Diamonbacks punkteten, kochte das Stadion. Zwischendurch ließen wir uns mit den Köstlichkeiten von Büfett verwöhnen und waren dann pünktlich um 17:00 Uhr zum Feierabend wieder in der Firma. Für mich ging ein schöner Tag und ein tolles Erlebnis von dem ich Euch berichten wollte, zu Ende.

meine Kollegen Stacy und Ron im Stadion. Das Foto hat David mit dem Handy gemacht.
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Liebe Freunde,
wie versprochen möchte ich Euch heute am 13. Juli wieder etwas von hier berichten. Von uns selber gibt es eigentlich nicht so viel zu erzählen. Der Alltag ist eingekehrt und es läuft, wie man so schön sagt, alles rund. Wir genießen unser Leben in vollen Zügen, was ja auch die Fotos in unserer Bilder Galerie Widerspiegeln.
Unseren ersten 4th of July, den wir in unserer neuen Heimat erleben durften, verbrachten wir zusammen mit Steve und Cynthia in Tucson. Wie es auf den Bildern zu sehen war, hatte ich einen kleinen “Unfall”. Ich bin im Pool auf der Luftmatratze eingeschlafen und nach ca. 1 Stunde wieder aufgewacht. Cindy und Steve waren unterwegs und mein Schatz bereitet das Dinner vor. Ich war also mit der Luftmatratze und der glühenden Sonne Arizonas ganz allein und die Sonne hat mir ihre volle Kraft gezeigt. Bei einem Steak würde man sagen... Medium.
Nachdem wir alles was man machen konnte getan haben um schlimmeres abzuwenden, ruhte ich mich im Schatten aus und ließ meinen Gedanken freien Lauf. Ich dachte darüber nach, wie alles anfing. Wie wir begonnen haben unser großes Abenteuer vorzubereiten. Wir hatten ja eigentlich nicht sehr viel Ahnung, was uns in unserer neuen Welt erwarten würde. Ich dachte darüber nach, wie viel Stunden, ja ich glaube wenn man die ganze Zeit zusammen rechnet waren es Tage, die Patricia damit verbrachte sich durch unzählige USA Foren zu lesen. Wie viel verschiedene Ansichten, Meinungen und Aussagen es doch von ein und der gleichen Sache gab. Wir haben festgestellt, dass viele Menschen eine völlig falsche Vorstellung von dem Leben in den USA haben.
An dieser Stelle muss eines klar sein. Wenn ich Vereinigte Staaten oder USA sage, meine ich IMMER Arizona und auch hier nur die nähere Umgebung. In anderen Staaten kann es ganz anders sein.
Wir werden und wurden oft über unsere Homepage angeschrieben, was denn nun den großen Unterschied ausmacht. Hier muss ich fragen: Welchen Unterschied??? Es ist unmöglich ein Land mit dem anderen vergleichen zu wollen. Man kann die USA niemals mit Deutschland oder einem anderen Land vergleichen. Jedes Land hat seine eigenen Gesetze und Regeln. Es werden andere Maßstäbe als in einem anderen Land gesetzt. Es macht auch keinen Sinn zu hinterfragen, was denn nun das Benzin oder die Lebensmittel hier bei uns kosten. Natürlich ist es hier alles sehr viel billiger als in Deutschland. Hier sind aber auch die Gehälter anders als in Deutschland. Auch hier wird alles teurer und man bekommt auch hier nichts geschenkt. Ich möchte an dieser Stelle mal zu ein paar falschen Vorstellungen etwas sagen.
Wir wurden in unseren Anfängen immer wieder auf das Versicherungssystem in den USA angesprochen. Wir wurden sogar gewarnt. Es hieß sehr oft...Da müsst ihr eure Versicherung aber selber bezahlen!!??
Wer hat sie denn in Deutschland bezahlt?? Doch auch wir selber, nur mit dem Unterschied, dass die Beträge gleich vom Gehalt abgezogen wurden. Ich hatte gar nicht die Möglichkeit zu sagen, was oder wie ich versichert sein möchte.
Hier habe ich es und die Beträge werden auch nicht an meinem Verdienst festgemacht, sondern ich entscheide was und wie ich versichert sein möchte. Ich möchte auch nicht über Geld reden, aber ich kann sagen, dass ich nur etwa 1/3 von dem was ich in Deutschland bezahlt habe, hier bezahle. Der nächste Irrtum...Wenn man nicht arbeitet muss man verhungern. Hier gibt es kein Arbeitslosengeld. Falsch. Auch in den USA zahlt man Arbeitslosenversicherung und hat somit auch Anspruch auf Arbeitslosengeld. Nur die Bedingungen sind hier anders und das gefällt mir persönlich. Anspruch hat derjenige, der unverschuldet arbeitslos wurde und länger als 6 Monate gearbeitet hat. Hier gibt es aber Arbeit für jeden und es wird hier auch niemand vom Staat durchgefüttert und kann sich wie möglicherweise in anderen Ländern einen schönen Tag daheim machen. Das gleiche gilt auch für das Krankengeld. Man bezahlt seine Beiträge und im Bedarfsfall, bekommt man genau wie in Deutschland Krankengeld. Ihr seht also, viele Meinungen sind einfach falsch und wurden vom Hörensagen weitergegeben. Ich habe diese Aussagen, die ich hier mache sehr gut recherchiert unter anderem bei einem deutschen Unternehmer, der neben meiner Arbeitsstelle sein Geschäft und somit auch Angestellte hat. Es sind also keine Vermutungen von mir. Sollte jemand aus welchem Grunde auch immer überhaupt nicht arbeiten können, bekommt auch dieser Hilfe vom Staat. Wie sagte Stefan? (der deutsche Unternehmer) geholfen wird hier jedem. Man muss nur zu den Stellen hingehen.
Das nächste was ich ansprechen möchte ist die Staatliche Rente. Auch die gibt es hier in den USA. Mir wird von meinem Gehalt der Renten Versicherungsbetrag einbehalten und nach 10 Jahren habe ich Rentenanspruch.
Jetzt kommen wir zu dem größten Irrglauben. Wer nicht versichert ist, bekommt keine Hilfe. Hier kann Patricia und auch ich sagen, das ist völliger Blödsinn. Wir haben es am eigenen Leib erfahren, als Patricia mit ihrem Bandscheibenvorfall in die Klinik musste. Sie wurde wirklich erster Klasse behandelt. Dann wurde gefragt ob sie eine Versicherung hat. Es darf in den USA NIEMAND im Krankenhaus abgewiesen oder weil er keine Versicherung hat, schlecht behandelt werden. Jedem wird geholfen. Wenn man keine Möglichkeit hat die Rechnung zu begleichen, muss man einen Antrag ausfüllen und man bezahlt entweder gar nichts, oder den obligatorischen 1 Dollar. Nun könnte man sagen schön, dann sage ich, ich habe kein Geld. Vorsicht!!! Der Amerikaner verzeiht Dir jeden Fehler und gibt Dir immer eine zweite Chance, aber er wird dir niemals eine Lüge verzeihen und irgendwann kommt es vielleicht raus, dass du damals falsche Angaben gemacht hast und dann kann es sein, dass es sehr unangenehm für dich wird.
Ihr seht, viele Vorstellungen die man hat entsprechen nicht ganz dem was hier wirklich Tatsache ist. Es gibt in jedem Land und auf jedem Fleck dieser schönen Erde gute und schlechte Seiten. Wenn ich nur die schlechten Seiten suche, werde ich sie auch finden und habe all die guten Seiten übersehen.
Was ich damit sagen will ist, überall ist es schön. Wir haben uns nun für dieses Land entschieden und sehen jeden Tag wieder neue wunderschöne Ecken. Heimat ist da, wo ich mich wohl fühle und mir ein gemütliches Heim einrichte. Heimat ist da, wo mein Herz ist.
Wir haben durch Telefonate aus Deutschland erfahren, dass es dort inzwischen eine Fernsehsendung “die Heimkehrer” gibt. Wir finden es schade, dass für viele Menschen der große Traum nicht in Erfüllung gegangen ist. Vielleicht haben sie sich nicht richtig vorbereitet und waren nicht bereit Kompromisse einzugehen oder aber vielleicht wollten einige gar nicht auswandern, sondern sind nur vor irgendetwas davon gelaufen.
Wir jedenfalls haben unseren Traum wahr gemacht und es bis heute nicht bereut. Was in ein paar Jahren ist, wissen wir nicht. Wir genießen jeden Tag und freuen uns eigentlich abends schon wieder auf den Morgen. Wir wünschen all denen die Auswandern wollen, dass sie Ihren Traum verwirklichen können und das sie so glücklich werden, wie wir es sind.
Seid alle ganz herzlich gegrüßt von Patricia und Reinhard.
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Kinder wie die Zeit vergeht...
1 Jahr USA 
uns kommt es vor, als hätten wir uns letzte Woche von unseren Familien, Freunden und Arbeitskollegen verabschiedet. Die Zeit verging für uns wie im Flug. Es liegt wahrscheinlich daran, dass wir niemals Langeweile und immer viel zu tun hatten. Wir haben 1 Jahr lang so richtig VOLLGAS gegeben, aber es hat auch Spaß gemacht.
Zuerst aber möchten wir uns bei Euch für Eure Fan -Treue die Ihr uns entgegen gebracht habt, recht herzlich bedanken. Als ich anfing diese Homepage zu gestalten, hatten weder Patricia noch ich daran geglaubt, dass sie so oft besucht wird. In einem Jahr mehr als 7000 Besucher. Die Seite wurde über 63.000 mal angeklickt. “WOW” können wir da nur sagen. Mehr als 250 Einträge in unserem Gästebuch. Wir sind mehr als beeindruckt und sagen noch einmal
Herzlichen Dank. Macht bitte weiter so. Wir freuen uns über jeden Eintrag.
Es war ein Jahr voller Herausforderungen und neuen Aufgaben. Viel neues mussten wir lernen und manchmal war es nicht leicht, aber wir waren bereit für unser neues Leben jede Hürde - und war sie noch so hoch - zu nehmen. Es gab des Öfteren heftige Turbulenzen, doch wir hatten unser Ruder immer fest im Griff und als Team haben wir selbst die Schwierigsten Situationen gemeistert. Oftmals lagen die Nerven blank und es hieß “Ruhe bewahren und eine Nacht darüber schlafen.” Morgen sieht die Welt wieder anders aus. In den verschiedensten Situationen schiessen einem dann die tollsten Gedanken durch den Kopf, aber ein Gedanke ist uns nie gekommen...
Alles hinschmeißen und wieder zurück nach good old Germany.
Nicht dass wir uns deswegen geschämt hätten, nein, aber wer uns kennt weiß das wir Kämpfer sind. Aufgeben ist für uns ein Fremdwort. Als wir uns von unseren Arbeitskollegen verabschiedeten, sagte ich zu meinem Freund Ulli, “ich habe nur vor einer Sache Angst und das ist Heimweh” Was soll ich sagen. Internet und Telefon machen die Welt zu einem Dorf und es kam nicht das geringste Heimweh auf.
Patricia und ich haben uns als wir gingen geschworen, sollte jemand Heimweh bekommen und es wird so schlimm das er krank wird, gibt es nur eine Richtung und die geht nach Osten. Wir haben uns aber auch geschworen mindestens EIN JAHR lang hier zu bleiben und nicht gleich wieder heim zu fliegen. Nun sind wir ein Jahr hier und wie gesagt, von Heimweh keine Spur. Auch bei “Good bye Deutschland” waren wir im Gespräch und wurden gecarstet, doch bei uns lief vermutlich alles zu glatt und so verloren sie wieder das Interesse an uns. Aber einen kleinen Ausflug in die Filmwelt war sogar mir vergönnt. Mein Auto und ich durften Hauptdarsteller in einem Werbefilm für Autokennzeichen - Diebstahlsicherungen sein. Hier ist der Link zum Film. All unsere kleinen Ziele haben wir stets eines nach dem anderen abgearbeitet ohne unser großes Ziel aus den Augen zu verlieren.
Ein eigenes kleines Häuschen mit Garten, in dem wir nun Wurzeln schlagen und unser Nest bauen können.
Unser Neues, Eigenes Zu Hause in den Vereinigten Staaten von Amerika.
Das war unser Traum. Das war unser großes Ziel. Wir haben hart und fleißig daran gearbeitet und
WIR HABEN ES GESCHAFFT!!!
Am 13. September haben Patricia und ich mit unserer Unterschrift den Kauf unseres Hauses besiegelt.

Der Umzug wird morgen am 27. September sein. Danach wird es selbstverständlich auch wieder neue Bilder vom Haus für unser Fotoalbum geben.

Soeben hat Patricia Bescheid bekommen, dass sie ab sofort Manager von dem Salon ist, in dem sie von Anfang an gearbeitet hat. Herzlichen Glückwunsch mein Schatz. Ich habe nichts anderes erwartet. Sie wurde unter mehreren Bewerbern als BESTE ermittelt. Hier zeigt sich wieder einmal mehr, mit Fleiß und Ehrgeiz kann man im Land der unbegrenzten Möglichkeiten sehr viel erreichen. Man muss es nur wollen und hart dafür arbeiten. Umsonst gibt es hier nichts, aber hier wird Zielstrebigkeit, Arbeitseinsatz und Handwerkliches Können belohnt. Hier werden Fähigkeiten vom Boss erkannt und gefördert.
Nun können wir dieses Wochenende gleich DREI Dinge feiern.
Patricia’s Beförderung zum Manager, unser eigenes Haus und natürlich nicht zu vergessen
1 Jahr USA!!!
Wir haben in diesem einem Jahr hier in den USA für uns sehr viel bewegt und waren sehr fleißig. Uns wurde nicht ein einziger Cent geschenkt und alles was wir haben, haben wir uns mit unserer Hände Arbeit verdient und darauf sind wir Stolz!!!
Seid ganz herzlich gegrüßt von Euren Freunden aus dem warmen Arizona, Patricia und Reinhard.
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