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Nun schreiben wir schon den 1.Januar 2009......WOW
Wie schnell doch die Zeit vergangen ist. Uns kommt es vor, als hätten wir Deutschland erst gestern verlassen, doch dabei ist es schon in 2007 gewesen.
Wir wünschen Euch und Euren Familien alles Glück dieser Erde, aber in erster Linie Gesundheit. Diesmal habe ich mir eine etwas andere Art der Neuigkeiten Übermittlung ausgedacht und habe drei kleine Filme für Euch aufgenommen, die Ihr Euch in der Film Galerie ansehen könnt.
Wir wünschen Euch viel Spass beim anschauen und grüssen herzlich aus Queen Creek.
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Es ist Sonntag der 5te April und ich möchte Euch mitteilen, was sich seit meinem letzten Eintrag alles so getan hat bei uns.
Wie Ihr ja auf Patricias Blog nachlesen konntet, haben wir uns dazu entschlossen unseren Garten neu zu gestalten. Also hab ich angefangen. Schaufel her und Löcher für die Planzen buddeln. Dachte ich mir, aber so leicht war es dann doch nicht.
Durch die permanente Trockenheit ist der Boden so hart, dass man einen Presslufthammer braucht um ein Loch zu graben. Ich erzähle keine Lügen, es ist wirklich so. Man kann sich dieses Utensil beim Home Depot (OBI) ausleihen. Ich habe aber die harte Variante gewählt und es ohne gemacht und mich Zentimeter für Zentimeter durch das harte Erdreich gegraben und bin auch zum Ziel gekommen. Alle Planzen sind da wo sie hin sollen und es sieht jetzt schon sehr gut aus. Nächste Woche kommt die Terrasse dran und danach wird anstatt Rasen alles mit Steinen aufgefüllt. Eben ein richtiges Desert Landscaping.
Nun möchte ich Euch noch von einer Sache berichten, die mich persönlich angegangen ist und auch für mich ziemlich Nervenaufreibend war. Ich beginne ganz von vorn.
Unsere Firma “Andrews Restaurant Supply” hatte einen Controller. In Deutschland würde man Prokurist dazu sagen. Dieser Controller war eine Frau und sie hatte alles unter Kontrolle und zwar so gut, dass sie sich mal eben etwas mehr als 200.000 Dollar auf ihr Konto kontrolliert hat. Die genaue Summe steht noch nicht fest. Nun kam alles zusammen. Finanz und Wirtschaftskrise und das Grundkapital beim Teufel. Das hat unserem Chef das Geschäftliche Genick gebrochen und es stand sehr schlimm um unsere Firma. Rechnungen konnten nicht mehr bezahlt werden, usw. usw.
Letztendlich stand die Firma zum Verkauf an und es waren dann auch Interessenten da. Dann hiess es wir haben einen neuen Käufer, der dann auch da war und sich vorstellte, aber aus irgendwelchen Gründen sollte der Kauf dann doch nicht zu Stande kommen und es wurde mit anderen Käufern verhandelt. Dann auf einmal kamen die “alten” Käufer (es sind zwei) wieder ins Spiel und mischten mit. Jeden Tag fragten wir unseren Chef was es neues gibt und wir hörten jedesmal dass es noch nicht zum Abschluss gekommen ist und wir Angestellte nach Hause schicken mussten.
Wir haben dann mit Drei Mann den Betrieb so gut wie es ging aufrecht erhalten. Ich kann Euch sagen...die Nerven lagen blank. Wenn ich morgens zum schaffen ging, wusste ich nicht ob der Laden auf war oder ein Zettel “OUT OF BUSINESS” in der Tür hing. Das war eine Erfahrung, die ich so noch nie in meinem Leben gemacht habe. Patricia sah der ganzen Sache gelassen entgegen. Sie sagte nur, “DU WIRST SCHNELL EINE NEUE STELLE FINDEN” Wir hatten zwar genügend Holz gesammelt, sodass wir für einen plötzlichen Wintereinbruch genug zum heizen hatten, aber ich bin in meinem langen Arbeiterleben noch niemals gekündigt oder wegen Arbeitsmangel nach Hause geschickt worden. Also für mich war es schlimm.
Dann endlich am letzten Dienstag war es dann soweit und der “neue” Chef kam. Uns wurde im Vorfeld gesagt, dass wir alle übernommen werden. Also haben wir die anderen Kollegen an den Arbeitsplatz zurück gerufen. Dann wurden wir neu eingestellt und hier gab es dann auch gleich die erste grosse Überraschung für mich. Rob, mein neuer Chef fragte mich nach was ich vorher verdient habe und ich sagte es ihm. Er schrieb in meinen Arbeitsvertrag eine höhere Zahl und sagte das ist mein neues Gehalt und er setzte mich auf meiner Kariere Leiter eine Sprosse nach oben. Na wenn das nichts ist. Beförderung und mehr Dollars. Yepee America I Love You. In Deutschland hätte ich das in dieser kurzen Zeit nicht geschafft. Es gibt ihn noch....den Amerikanischen Traum. Man muss es nur wollen und darf sich nicht zu Hause auf dem Sofa breit machen. Hier bekommt jeder seine Chance und ich habe sie genutzt und werde es auch weiter tun.
Das waren aufregende vier Wochen, die nun Gott sei Dank vorbei sind und wir uns wieder anderen Dingen zuwenden können, was wir auch tun. z.B. unser Leben hier in der schönen warmen Arizona Sonne bei einem guten Essen oder einem kühlen Bier geniessen. Patricia hat Ihren Laden und die Angestellten gut im Griff und sie erfreut sich mit mir bester Gesundheit. Wir haben viele Pläne mit unserem Haus und Garten die wir nach und nach umsetzen werden. Es ist übrigens ein Geheimtip von mir, wenigstens einmal die Woche auf Patricia’s Blog zu schauen, denn sie ist sehr viel mehr aktiv was das schreiben angeht. Sie verfasst meistens einmal die Woche einen neuen Artikel mit vielen Fotos. Apropos Fotos. Ich habe neue Fotos von unserem Besuch beim Arizona Renaissance Festival eingestellt und hier noch eine grosse Überraschung...
Das neue Musikalbum mit 21 neuen Titeln ist fertig und im Netz. Diesmal ist es eine Deutsch - Amerikanische Produktion geworden. Einen Titel habe ich mit meinem Sohn Benjamin aufgenommen. Die Tracks für den Song “Father and Son” wurde zum Teil in Bennis Studio und zum anderen Teil in meinem Studio produziert. Die Daten wurden dann um die halbe Welt geschickt und so konnte ein toller Titel entstehen. Ebenso haben wir es mit dem Titel “Don’t cry Joni” gemacht, bei dem die Sängerin Franzi von Bennis Band mitgewirkt hat. Von dieser Stelle aus noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön an die beiden.
Ihr könnt das Album anhören oder es Euch runter laden. Was Ihr machen müsst, nur eure E-Mail Adresse die Ihr im Gästebuch angegeben habt und unter der Euch die Newsletter erreichen und das Passwort eingeben. Es haben nur die E-Mail Adressen Zugang, die bei mir hinterlegt sind und denen ich eine Freigabe erteilt habe.
Nun wünschen wir Euch Gute Unterhaltung beim anschauen der Fotos und anhören der neuen Songs. Wir wünschen Euch weiterhin alles Liebe und Gute und dass es allen von Euch so gut geht wie uns.
Liebe Grüsse aus Queen Creek rufen Euch Eure Patricia und Reinhard zu.
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Heute schreiben wir den 4ten Juli 2009. Hier in den USA ist National Feiertag (Independens Day) und ich sitze vor meinem PC um Euch wieder etwas über unserer Leben hier in den USA mitteilen.
Letztes Jahr um diese Zeit, habe ich mir bei unserem Ausflug nach Tucson, gehörig den Pelz verbrannt. Könnt Ihr Euch noch daran erinnern?? Ich werde es wohl nie vergessen. Mein Schwager Steve nannte mich zu der Zeit: “Mr. Lobster.” Ich habe daraus gelernt und bin sehr viel vorsichtiger geworden, was die Sonne Arizonas angeht. Nun aber zu den Neuigkeiten bei den “Schikos”
Wie Ihr wisst, haben wir vor einer Zeit angefangen unseren Garten umzugestalten. Ich habe zwei Bäume gefällt, für das mich meine liebe Schwester Petra aus Berlin heute noch aufs schärfste rügt. Sie war der Meinung, ich hätte eine “künstliche Wüste” geschaffen, aber wat mutt, dat mutt.
Sie haben uns einfach zu viel von unserem wunderschön blauen Himmel genommen. Patricia war eigentlich auch dagegen, und so habe ich kurzerhand vom Home Depot (OBI) für $34 eine Motorsäge ausgeliehen und bin ans Werk gegangen. Die Säge ging durch wie Butter und als Patricia aus der Terrassentür schaute um zu sehen was da draußen los ist, ist der erste Baum schon gelegen und ich ging daran ihn klein zu machen, denn der Winter kommt und da wollen wir doch auch ein schönes Lagerfeuer haben. Oder???
Also die Bäume waren dann schnell erlegt und ich fing an Pflanzen einzusetzen. Was das für eine Knochenarbeit war, habe ich ja schon in meinem letzten Statement erwähnt, aber ich hatte ja einen fleißigen Helfer, nämlich meinen Schatz. Sie hat so gut es ging geholfen und so haben wir nun unseren Garten fertig und genießen jeden Abend unser Feierabend Bier oder einen Weinkuhler (ein wunderbares exotisches Fruchtgetränk mit sehr wenig Alkohol) oder was auch immer, auf unserer neuen Terrasse. Der ganze Aufwand hat sich also gelohnt und wir können uns zurück lehnen.
Wie der Garten nun aussieht, könnt Ihr in dem neuen Film sehen, den ich gemacht habe. Ich hoffe dass ich jetzt wieder bei meiner Schwester in Gnade falle.
Übrigens möchte ich an dieser Stelle wie schon so oft auf Patricias Blog verweisen. Sie ist sehr viel fleißiger mit schreiben und neuen Fotos einsetzen als ich. Bei ihr gibt es fast wöchentlich einen neuen Eintrag. Also nichts wie hin.
Von uns gibt es sonst nicht viel neues zu berichten. Hier ist auch der Alltag eingekehrt. Wir gehen jeden Tag zum schaffen und kommen Abends heim. Wie jeder andere auch. Es ist alles so normal geworden und wenn ich mir nicht manchmal selber sagen würde, ich lebe jetzt auf einem anderen Kontinent und spreche in einer anderen Sprache, würde es mir selber gar nicht mehr auffallen, dass wir nicht mehr in Deutschland sondern in den USA sind.
In meiner Firma hat sich ja Gott sei Dank alles zum Guten gewendet und ich bin mit meinem Chef sehr zufrieden. Wenn er so weitermacht, behalte ich ihn. Ha ha.
Auch bei Patricia läuft es rund, wie man so schön sagt. Sie hat sich leider von einer Mitarbeiterin trennen müssen, die nicht so wollte wie es die Geschäftsregeln vorschreiben. Ich möchte hier keine Einzelheiten aufzählen, aber wenn jemand in Deutschland so eine Arbeitsmoral an den Tag legen würde, würde er schon lange entlassen worden sein. Es ist hier in den USA nicht wie viele Menschen in Deutschland denken. Hire and Fire. Also heute einstellen und morgen wieder rausschmeißen. Hier dauert es sehr lange bis man so einen Quertreiber wieder los wird, aber Schlussendlich durfte Patricia ihr dann doch alles Gute für die Zukunft wünschen und das hat mich persönlich auch gefreut, denn es war die letzten Wochen sehr nervenaufreibend für alle Seiten.
Bei uns ist der Sommer eingekehrt, was da heißt wir haben jetzt täglich über 40°C und peilen die die 50°C an. Da wir jetzt sehr wenig Luftfeuchtigkeit haben, fühlt es sich einfach wunderbar an. Jedenfalls für mich und für Patricia sowieso, da sie bei 25°C sagt: “wir sollten die Heizung einschalten.” Das liegt aber daran, dass durch die permanente Wärme das Blut dünner wird und der Mensch leichter friert. Wie auch immer...im Moment ist es einfach so richtig schön mollig.
Bei uns hat die Monsoon Saison begonnen. Das heißt, schwere Gewitter und Massenweise Regen, aber wenn ich die Nachrichten auf der deutschen T-Online Seite lese, ist es, als wenn in diesen Tagen auch in Deutschland Monsoon ist. Hoffentlich ist niemand von Euch davon betroffen.
Wir werden uns heute Nachmittag mit unseren Freunden Johannes und Georgette treffen um nach Tempe auf ein großes Fest zu gehen. Patricia wird mit Sicherheit wieder etwas in Ihrem Blog davon berichten und auch neue Bilder einsetzen.
Ein großes Ereignis steht für uns ins Haus, denn am 2ten September kommt uns mein Sohn Benjamin besuchen. Wir freuen uns und hier besonders ich, schon riesig auf ihn.
So Ihr lieben, das soll es schon wieder gewesen sein.
Wir wünschen Euch viel Vergnügen beim Film anschauen und hoffentlich kommt der stabile und langanhaltende Sommer auch bald nach Deutschland. Wir senden Euch hier ein paar warme Sonnenstrahlen und bleibt gesund.
Liebe Grüße aus Queen Creek Eure Patricia und Reinhard
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Haben wir heute wirklich den 26. September 2009?? Ist es wirklich schon 2 Jahre her, dass wir ausgewandert sind und liegt es morgen wirklich schon 1 Jahr zurück, dass wir in unser eigenes Haus eingezogen sind??
Unglaublich, wie die Zeit vergeht. Uns kommt es vor, als sei es erst vor kurzem gewesen, dass wir all unser Hab und Gut verkauft und Deutschland ADE gesagt haben.
Mir ist, als wenn der Sand noch an der Schaufel klebt, mit der ich Löcher für unsere Pflanzen gegraben habe und doch sind aus den kleinen Pflänzchen schon richtig große Palmen, Sträucher und Büsche geworden, die schon fast so hoch wie die Mauer sind.
Hier ist wieder einmal eine Gute Gelegenheit Dankeschön zu sagen. Dankeschön, dass Ihr uns all dieser Zeit nicht vergessen und Euch so fleißig in unserem Gästebuch verewigt habt.
Bei uns hat sich in der letzten Zeit nicht sehr viel neues ereignet. Wir gehen wie immer unserer Arbeit nach und genießen immer noch unser “Neues” Leben. Nachdem wir im und ums Haus herum alles soweit fertig haben, ist nun der Zeitpunkt gekommen, die Beine etwas hoch zu legen, zur Ruhe zu kommen, uns an dem geschaffenen zu erfreuen und den Tag mit einem GUTEN ESSEN oder einem kühlen Weizen Bier am Lagerfeuer langsam ausklingen zu lassen.
Im Moment haben wir allerdings ein RIESENGROSSES EREIGNIS!!!
Mein Sohn Benjamin ist am 31. August zu Besuch gekommen und bleibt noch bis zum 29. September hier. Dann müssen wir ihn sehr schweren Herzens wieder zum Flughafen bringen, denn unter anderem wartet seine Band REVOLT auf ihn. Er hat aber versprochen, nächstes Jahr wieder zukommen.
Er hat sehr viel erlebt. So ist er unter anderem mit dem Auto die Westküste von San Diego bis San Francisco hinauf gefahren und hat sich die Sehenswürdigkeiten wie die Universal Studios in LA, Hollywood und die berühmte Gefängnis Insel Alcatraz angeschaut. Er ist mit Delfinen geschwommen und hat das größte Aquarium der Welt “SEA WORLD” besucht.
Patricia und auch ich haben “unseren ersten Urlaub” -1 Woche- bekommen und sind dann mit ihm im Auto nach Las Vegas gefahren wo wir es uns unter anderem im Hofbräuhaus gut gehen ließen. Auf dem Rückweg haben wir die Hoover Damm Führung mitgemacht und sind dann spät abens wieder bei uns zu Hause angekommen.
Außerdem haben wir die legendäre Stadt Tombstone wo Wyatt Earp und Doc Holliday gelebt und gewirkt haben, besucht. Natürlich gibt es auch hier wieder jede Menge Foto und Film Material was ich in die Bilder bzw. Filmgalerie für Euch zum anschauen eingestellt habe.
Außerdem möchte ich, wie jedes mal, auf Patricia’s Blog hinweisen. Sie ist wirklich sehr viel fleißiger als ich und hat im Normalfall wöchentliche Neuigkeiten.
Nun möchten wir Euch ganz viel Spaß und Gute Unterhaltung beim anschauen der Bilder und der Filme von Las Vegas wünschen. Wir erwarten wieder ganz lieben Besuch aus Deutschland. Mein Freund Werner kommt mit seiner Frau Helga und seinem Bruder Rainer auf einen Sprung vorbei. Bei vielen von Euch sind sie auch unter dem Namen der Tanzband “Gute Laune Express” bekannt und beliebt.
Es Grüßen Euch wie immer ganz lieb aus Arizona, Eure Patricia und Euer Reinhard
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2 Jahre, 1 Monat und 20 Tage liegt es nun schon zurück, dass wir uns von unseren Familien und Freunden verabschiedet und den großen Schritt in eine “neue Zukunft” gewagt haben.
Es ist Sonntag der 15. November und ich denke darüber nach, was sich in diesen zwei Jahren alles so ereignet hat. Es war manchmal hektisch und es gab auch einige Hindernisse, die zu bewältigen waren, aber als Standfestes Team haben wir alles gut und mit der nötigen Ruhe gemeistert.
Wir sind immer noch bei den Firmen in Lohn und Brot, bei denen wir hier in den USA begonnen haben. Patricia hat einen größeren Salon mit mehr Angestellten und somit auch mehr Verantwortung bekommen und ich bin immer noch ganz zufrieden mit meinem Chef. Ich kann nicht mehr höher klettern auf der Karriereleiter, sonst müsste ich meinen Chef vom Stuhl werfen und das will ich nicht, denn von ihm bekomme ich alle zwei Wochen meinen Paycheck. Und das ist gut so!!
Im September und Oktober hatten wir ganz lieben Besuch aus Deutschland. Im September kam mein Sohn Benjamin und wir hatten eine sehr schöne aber leider auch eine viel zu kurze Zeit miteinander. Wir wussten es vorher...wer kommt, der geht auch wieder und so kam dann auch viel zu schnell der Tag an dem wir Benny wieder zum Flughafen bringen mussten. Ich war wirklich eine ganze Woche fast krank vor Traurigkeit, aber er kommt ja wieder, denn es hat ihm hier sehr gut gefallen. Nun ist er auch schon wieder 6 Wochen zurück in Deutschland. Kinder wie die Zeit vergeht.
Ja und dann hat uns mein Freund Werner mit seiner lieben Frau Helga und sein Bruder Rainer besucht. Auch diesen Besuch haben wir sehr genossen und viel miteinander unternommen. Abends wurde am Lagerfeuer über unsere Erlebnisse und Erfahrungen hier in USA gesprochen und unsere Freunde sowie auch Benny sind zu der Überzeugung gekommen, wir leben nicht nur hier, sonder wir leben das Leben hier. Ja es stimmt. Wir lieben die Cowboy Romantik. Wir lieben den “wilden Westen” und den Tag am Lagerfeuer ausklingen zu lassen, gibt uns ein Gutes Gefühl.
Auch die Frage ob wir es wieder machen würden, können wir beide nur mit einem ganz klaren JA beantworten. Aber auch hier muss ich den warnenden Finger in die Lüfte heben... Auswandern ist kein Spaziergang und will sehr gut überlegt und noch viel besser vorbereitet sein. Niemand rollt den roten Teppich aus und es fliegen hier auch keine gebratenen Tauben durch die Luft. Vieles was man machen will hat man sich vielleicht anders vorgestellt andere Sachen wiederum sind so einfach, dass sie mit einem Fingerschnipp erledigt sind. Dann kommt mit Sicherheit das Heimweh nach Familien und Freunden oder andere kleine Steinchen liegen da und dort im Weg umeinander die gilt es wegzuräumen, aber wo ein Wille da ein Weg.
Wir können von uns sagen, und dieser Meinung sind auch Benny und unsere Freunde, wir haben es geschafft und werden Deutschland zwar gerne besuchen, aber unseren Lebensabend werden wir hier in unserer neuen Heimat verbringen. Jetzt nach mehr als zwei Jahren können wir sagen, hier ist nichts anders als in Deutschland. Hier kochen sie Kaffee auch nur mit Wasser und verschiedene Sachen werden anders gehandhabt. Nun könnte man fragen, ja warum seit Ihr dann erst gegangen??? Diese Frage ist ganz einfach zu erklären.
Wir haben hier... besseres Wetter (330 Sonnentage im Jahr), eine bessere Lebensqualität und zum anderen haben wir hier Dinge erreicht, die wir in Deutschland niemals hätten erreichen können. Nicht mit allem Fleiss der Welt!!!
Nun steht Thanksgiving vor der Tür und die Truthähne bangen schon wieder um ihr Leben. An den einigen Häusern haben wir gestern schon den ersten Weihnachtsschmuck gesehen und in den Geschäften erklingt das erste leise “Jingle Bells”. So schnell geht die Zeit vorbei und auch dieses Jahr zu Ende. Jeder hofft das es nächstes Jahr besser wird und ich denke... noch ?? Jahre und ich gehe in den verdienten Ruhestand, aber vorher muss ich noch ein wenig arbeiten und bin ganz glücklich dabei. War doch Arizona noch vor nicht so langer Zeit der Staat in den USA mit den wenigsten Arbeitslosen, so ist er jetzt mit weitem Abstand zu allen anderen der, mit den meisten. Aber auch das wird sich wieder ändern und alles geht seinen Weg.
Ich gehe jetzt auch meinen Weg, nämlich ins Wohnzimmer, wo ich mir am TV das Game der Arizona Cardinals anschauen werde und anschließend an meiner neuen CD bastle. Diesmal wird es wieder eine deutsche, weil viele Wünsche von Euch deutsche Titel waren. Da ich noch nicht ganz fertig bin nehme ich also immer noch Musikwünsche entgegen.
Es Grüßen Euch wie immer ganz lieb aus Arizona, Eure Patricia und Euer Reinhard
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Es ist der 13te Dezember 2009 und ich schaue von meinem Schreibtisch auf einen mit Wolken verhangenen Himmel. Ja auch hier ist Winter und was soll ich sagen, dieses Jahr haben sich sowohl bei Patricia wie auch bei mir, weihnachtliche Gefühle eingestellt.
Der Mensch ist nun mal ein Teil der Natur und die Natur kann man nicht umstellen.
Letztes und auch vorletztes Jahr hatten wir glaube ich gar keine Zeit über Weihnachten und Winter nach zudenken, da haben wir zu viele andere Sachen um die Ohren gehabt, aber dieses Jahr ist es anders. Im Moment haben wir draußen 23°C und ich bin am frieren. Ich höre Euch schon lachen, aber es ist so. Nun gehören auch wir zu der Rasse der Dünnblüter. Nun heißt es auch bei uns ...ab 15°C wir die Heizung angemacht und die dicken Decken werden aus der Schublade geholt.
Letzte Woche hat es den ersten Schnee in Arizona gegeben. Nicht hier bei uns in der Wüste, sondern 180 Meilen nördlich. Die haben soviel Schnee bekommen, das dort alles zusammen gebrochen ist. Die Menschen die gerade in dieser Region waren hatten keine Chance mehr ihre Fahrt fortzusetzen und mussten in ein Hotel gehen. Die “News” berichteten:” Alle Hotels sind ausgebucht” Es ging nichts mehr auf den Straßen, aber die gleiche Situation ist ja im Moment auch in Deutschland, wie uns heute am Telefon erzählt wurde. Der Winter ist da und es besteht die Hoffnung auf weiße Weihnachten. Wir freuen uns mit Euch. In den Kaufhäuser herrscht emsiges Treiben und jeder schaut noch, das er das passende Weihnachtsgeschenk bekommt. Hier gibt es - wie ich finde - eine tolle Einrichtung. Es gibt die so genannte Weihnachtsengel Aktion. Dies ist eine Aktion die von Radio und TV Sendern, Kaufhäusern und vielen Institutionen unterstützt wird. In den großen Kaufhäusern stehen Weihnachtsbäume an denen Zettel mit den Angaben und Wünschen der Kinder stehen, die sich für das Christmas Angel Programm qualifiziert haben. Qualifiziert sind Kinder unter 12 Jahren, deren Eltern unter der Einkommensgrenze liegen oder die ein anderes Schicksal erlitten haben.
Derjenige der etwas spenden möchte, nimmt einfach einen Zettel vom Baum, geht ins Kaufhaus, kauft was sich das Kind gewünscht hat und bringt es wieder zurück zum Baum wo es von einem Ehrenamtlichen Helfer in Empfang genommen wird und (jetzt kommt das beste) ohne großen Verwaltungsaufwand der viel Geld kostet, direkt an das Kind weiter gegeben wird. So kann man denen die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen auch ein wenig helfen und das Weihnachtsfest verschönern. Hier weiß man, diese Hilfe kommt direkt und OHNE Kosten da an, wo sie benötigt wird. Es handelt sich hier um Ehrenamtliche Helfer.
Etwas ähnliches gibt es auch zu Thanksgiving. Hier werden Truthähne (tiefgefroren oder frisch) gesammelt, und an die Familien, die sich keinen eigenen kaufen können, weiter gegeben. Thanksgiving ist wie man weiß eine große Tradition zu der einfach der Truthahn gehört. Ich finde es einfach toll.
Hier wird was das angeht, sehr viel für Familien oder auch einzelne Personen die ohne ihr eigenes Verschulden in eine Notlage geraten sind getan. So weiß ich von einer Familie, deren Haus bis auf den Grund abgebrannt ist zu berichten, das die Kinder und Jugendlichen dieser Strasse spontan eine Auto-Wasch-Aktion veranstaltet haben. Auch hier gibt es keinen großen Aufwand. Ein Tankstellenpächter spendet das Wasser und den Platz und die ganze Nachbarschaft wäscht Autos. Mit Schildern wird am Straßenrand auf diese Aktion aufmerksam gemacht und jeder der meint etwas Gutes tun zu müssen, lässt sich mal schnell sein Auto von Hand waschen. Jeder der schon mal hier in Arizona war, weiß das eine Autowäsche mit Innenreinigung so um die $10-$15 kostet. Das Auto wird von außen von Hand abgeledert und von innen incl. Scheibenputzen, gereinigt. Bei einer solchen Aktion ist all das natürlich kostenlos und jeder gibt was er möchte. Ich glaube keiner fährt unter $20 vom Platz. Wenn man sieht dass selbst die kleinsten, die von ihrer Körpergröße eigentlich nur die Reifen waschen können, mithelfen, dann berührt es einem schon das Herz. Am Ende dieser Aktion wird der gesamte Geldbetrag zu der Familie gebracht um so erste Hilfe zu leisten. Das Haus wird von der Versicherung bezahlt, aber wenn Du nur noch die Sachen hast, die du am Körper trägst, bist du um jeden Pfennig froh. Kein Beamter oder keine Institution würde kommen und sagen die Aktion ist verboten weil sie vielleicht gegen irgend einen Paragrafen verstößt. Kein Finanzamt in der USA würde kommen um zu sagen, hier gibt es Einnahmen und die müssen versteuert werden und auch die ganze Aktion müsste nirgendwo angemeldet oder von irgend einem Beamten genehmigt werden. Hier wird spontan und Wirkungsvoll geholfen und das finde ich gut.
Nun wünschen wir Euch von ganzem Herzen eine friedvolle und gesegnete Weihnachten und einen
Guten Rutsch ins Neue Jahr 2010
Bleibt oder werdet gesund das wünschen Euch Patricia und Reinhard
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